Mit göttlicher Güte geadelt. Pietismus und Adel in Halle.

„Geselligkeit und die Freyheit zu philosophieren“ Halle im Zeitalter der Aufklärung – Konzeption und Umsetzung der Dauerausstellung des Stadtmuseums Halle / Saale
Ziel dieser Neukonzeption war es, etappenweise nicht nur einen kulturellen Gedächtnisort für den Aufklärungsphilosophen Christian Wolff am authentischen Ort einzurichten, sondern auch angelehnt an das Thema Geselligkeiten, die Universität- und Schulstadt Halle als ein bedeutendes Zentrum der deutschen Frühaufklärung im 18. Jahrhundert zu würdigen. Den Museumsbesuchern sollen Formen des kommunikativen Umgangs vorgestellt werden, die vom heutigen Verständnis von Geselligkeit weitestgehend abweichen. Sie werden in der Ausstellung erfahren, dass seit den 20er-Jahren des 18. Jahrhunderts der Begriff Geselligkeit immer mehr an Bedeutung gewann. Die Sockel werden wie ein Stranggussprofil gestaltet und sind somit auf einer Seite barock. Gleichzeitig bieten sie grafisch gut gestaltbare Oberflächen. Als bauliche Silhouette sind sie bei Tischvitrinen einsetzbar oder als grafische Silhouette bei Wandvitrinen fortzusetzen. Dadurch bieten sie gestalterischen Spielraum für Infografik. Das dramaturgische Konzept der Ausstellung will den Besucher in eine spannende Auseinandersetzung mit den ausgestellten Dingen bringen, will deutlich machen, dass viele heute selbstverständliche Aspekte des Lebens im Jahrhundert der Aufklärung ihren Ursprung haben.

Auftraggeber
Stadtmuseum Halle
Kooperationspartner
molekyl Büro für Gestaltung
Fläche
380m²
Fertigstellung
2013
Leistung
Szenografisches Konzept/ Medienkonzeption/ Lichtplanung/ HOAI 1-8