»Stadtgeschichtliche Ausstellung«
Schlossmuseum Murnau /

Wie könnte eine moderne Wunderkammer aussehen? Was ist dialogisches Kuratieren?
Das Schlossmuseum Murnau ist international bekannt für die Sammlung von Werken Gabriele Münters sowie Arbeiten der Künstler der „Neuen Künstlervereinigung München“ und des „Blauen Reiter“. Im Wettbewerb wurde eine neue Präsentation für die Stadtgeschichte am Beispiel der Räume „Wunderkammer“ und „Kosmos Murnau“ gesucht.

Wunderkammern sind ein Sammlungskonzept, welches diverse Objekte in ihrer unterschiedlichen Herkunft und Bestimmung gemeinsam präsentiert. Für die „Wunderkammer Murnau“ empfehlen wir eine Struktur des dialogischen Kuratierens. Dialoggruppen wie MurnauerInnen, SchülerInnen oder Artists in Residence sind als GastkuratorInnen eingeladen. Sie stellen Sammlungsobjekte mit ihrer eigenen Perspektive zu einem Thema zusammen. Wir gestalten gemeinsam mit ihnen partizipativ. Dabei steht die Einzigartigkeit der Objekte gestalterisch im Vordergrund. Das Zusammenspiel von Raum, Farben und Licht unterstützt die Konzentration auf Objekte.

Der Raum „Kosmos Murnau“ gliedert sich in zwei Bereiche: Zum einen wird über eine Bildpanorama in der Mitte des Raumes bildgewaltig und farbig strukturiert über das kosmopolitische und sommerfrische Murnau erzählt. Zwei Screens laden BesucherInnen zur selbständigen Recherche ein. Ein offener Arbeitsbereich, der vom Museum als Angebot an die BürgerInnen Murnaus gedacht ist, kann je nach Nutzung in den Rundgang integriert werden.
Das grafische Konzept integriert behutsam die Berücksichtigung expressionistischer Vorbilder.

AuftraggeberIn
­­­­­­­Markt Murnau
Status
Wettbewerbsbeitrag, 2. Rang