Durch archäologische Grabungen im Zuge eines Neubaus sah sich die Stadt Wolfsburg mit der NS-Vergangenheit konfrontiert. Zwischen Nahversorger und Tankstelle sollte ein Gedenk- und Lernort entstehen und zu einen über­regional bedeutsamen Ort demokratischer Bildung werden.

Der Grundgedanke des Entwurfes ist durch den gezielten Einsatz baulichen und landschaftsarchitektonischen Elementen subtil aber sichtbar auf die historische Raumordnung aufmerksam zu machen. Ein zentrales Element der Ausstellung stellen die translozierten Fundamentreste einer Gefangenenbaracke dar. Sie sind der Anlass und werden als Objekte in Form eines Prologes präsentiert. Zweites zentrales Objekt sind die Fundamente des Transformatorenhauses. Die Fundamente werden durch die Architektur gerahmt. Anhand dieser wird das Narrative der Geschichte nach 1945 authentisch erzählt.

Der Gedenk- und Lernort ist offen, in die Stadt integriert und erlebbar.

Auftraggeberin
Stadt Wolfenbüttel
Kooperation
AFF ARCHITEKTEN
Status
Wettbewerbsbeitrag 2020